Ein tropfender Wasserhahn, ein Regal, das an die Wand muss, ein Schrank, der noch in Kartons liegt, schwarz gewordenes Silikon an der Badewanne. Für solche Kleinigkeiten rührt sich eine große Firma oft nicht, und die bekannte Handwerkshilfe hat erst in ein paar Wochen Zeit. Und wenn sich endlich jemand meldet, kommen die Sorgen: Was wird es kosten, wird eine Anzahlung verlangt und die Person verschwindet dann, und hält die Arbeit überhaupt?
Den meisten Problemen lässt sich schon vor Beginn der Arbeit vorbeugen. Es reicht, klar zu beschreiben, was zu tun ist, Angebote zu vergleichen, Preis und Zahlungsweise zu vereinbaren und zu wissen, welche Arbeiten nur in Fachhände gehören.
Wie kleine Arbeiten abgerechnet werden
Wer kleine Reparaturen übernimmt, rechnet meist auf eine dieser Arten ab, oft auch kombiniert:
- Pro Arbeitsstunde. Am häufigsten, in der Regel mit einem Minimum, zum Beispiel eine Stunde, auch wenn die Arbeit nur eine Viertelstunde dauert.
- Pro Aufgabe. Zum Beispiel für das Anbringen eines Regals oder den Tausch einer Armatur.
- Anfahrt. Eine Pauschale fürs Kommen, manchmal mit der ersten Arbeitsstunde zu einem Paket zusammengefasst.
Dazu kommt fast immer das Material (Dübel, Silikon, Dichtungen, Ersatzteile) und bei weiter entfernten Aufträgen die Fahrtkosten. Wenn du wissen willst, was in deiner Umgebung üblich ist, hol dir Angebote von zwei oder drei Leuten für dieselbe Arbeit ein und vergleiche nicht nur den Betrag, sondern auch, was darin enthalten ist.
Mehrere Kleinigkeiten in einem Besuch bündeln
Weil Anfahrt und Mindestzeit bezahlt werden, ist eine einzelne Kleinigkeit teuer. Für die Handwerkshilfe ist ein Mini-Auftrag dagegen wenig reizvoll: Anfahrt, Parken, Werkzeug in den dritten Stock tragen und am Ende zwanzig Minuten Arbeit.
- Führ eine Liste. Schreib alles auf, was zu Hause zu erledigen ist: Lampe, Bilder, klemmende Schranktüren. Nach ein paar Wochen reicht die Liste für einen halben Arbeitstag.
- Tu dich mit der Nachbarschaft zusammen. Zwei Wohnungen im selben Haus sind für viele deutlich interessanter als eine.
- Besorg das Material vorab, oder vereinbart, wer es mitbringt, damit niemand zweimal kommen muss.
Den Auftrag so beschreiben, dass der Preis stimmt
In die Nachricht gehört:
- was genau zu tun ist, Punkt für Punkt – „einen Küchenoberschrank aufhängen“ statt „kleine Montage“,
- Fotos von der Stelle, vom Material und vom Schaden, aus der Nähe und von Weitem,
- Maße und Wandart (Ziegel, Beton, Gipskarton, Holz), Gewicht schwererer Gegenstände,
- was du schon hast: Werkzeug, Material, Ersatzteile, Anleitung,
- wo: Viertel, Stockwerk, Aufzug, Parken, eventuelle Hausregeln (wann gebohrt werden darf),
- wann: zwei oder drei mögliche Termine.
Beispielnachricht:
„Guten Tag, ich suche jemanden für kleine Arbeiten in einer Wohnung in [Viertel], dritter Stock, mit Aufzug. Es sollen zwei Regale an eine Betonwand, das Silikon rund um die Badewanne erneuert und eine tropfende Armatur in der Küche angeschaut werden. Fotos hänge ich an. Material für die Regale habe ich, Silikon nicht. Mir passt Samstagvormittag oder Dienstag am frühen Abend. Wie rechnen Sie ab, und was würde es ungefähr kosten, inklusive Anfahrt?“
Checkliste für die Auswahl
- Empfehlungen von Leuten, die die Person schon beauftragt haben. Nachbarschaft, Kollegium oder die Hausverwaltung kennen oft zuverlässige Handwerkshilfen.
- Fotos echter Arbeiten, am besten vorher und nachher, keine schönen Bilder aus dem Internet.
- Echter Name und eine erreichbare Telefonnummer, eventuell die Adresse der Werkstatt oder Firma, nicht nur ein Spitzname im Chat.
- Erfahrung mit genau dieser Arbeit. Wer gut streicht, kann noch lange keinen Abfluss reparieren.
- Die Fragen, die gestellt werden. Gute Handwerkshilfe fragt nach Details, will Fotos oder die Stelle sehen, bevor ein Preis genannt wird.
- Ein Preis, der auffällig niedriger ist als bei den anderen, ist ein Signal, genauer nachzufragen.
- Beleg. Wenn es sich um eine selbstständige Person oder eine Firma handelt, frag, ob es eine Rechnung gibt. Das hilft bei einer eventuellen Reklamation.
Fragen vor der Vereinbarung: Wie rechnen Sie ab, und was ist das Minimum? Ist das Material im Preis enthalten, und gibt es dafür einen Kassenbon? Wie lange wird es Ihrer Meinung nach dauern? Haben Sie eigenes Werkzeug? Was passiert, wenn bei der Arbeit etwas beschädigt wird? Ausweichende Antworten sind ein Grund, hellhörig zu werden.
Was ein Kostenvoranschlag enthalten sollte
Bei größeren Arbeiten lass dir das Angebot schriftlich geben. Auch eine Chatnachricht reicht, wenn sie diese Angaben enthält:
| Punkt | Was drinstehen sollte |
|---|---|
| Liste der Arbeiten | was genau gemacht wird und auch, was nicht |
| Material | Art, Menge, wer es kauft |
| Preis | Arbeit und Material getrennt, was im Preis enthalten ist und was nicht |
| Termin | Beginn und ungefähre Fertigstellung |
| Zahlung | wann und wie viel bezahlt wird |
| Aufräumen | ob aufgeräumt wird und Reste mitgenommen werden |
| Gewährleistung | was gilt, wenn das Problem nach Abschluss wieder auftritt |
Wenn jemand sich weigert, irgendetwas aufzuschreiben, mit den Worten „Wir vertrauen uns doch“, sei aufmerksam.
Anzahlung und Bezahlung
- Kleinigkeiten werden nach Abschluss bezahlt. Für ein paar Stunden Arbeit braucht es keine Anzahlung.
- Nie den ganzen Betrag im Voraus, egal wie hoch der angebotene Rabatt ist.
- Anzahlung nur fürs Material und gegen Kassenbon. Andere Möglichkeit: Du bekommst eine Liste und kaufst das Material selbst.
- Bei größeren Arbeiten Zahlung in Etappen. Zum Beispiel ein Teil zu Beginn, wenn das Material vor Ort ist, ein weiterer nach der geprüften Hälfte und der Rest nach Abschluss.
- Die letzte Rate erst nach der Kontrolle. Dreh das Wasser auf, schalte das Licht ein, öffne und schließe die Tür, erst dann zahlst du.
- Überweisung auf ein Konto, das auf den Namen der Person oder der Firma läuft. Soll das Geld auf ein fremdes Konto gehen, frag zuerst nach dem Grund.
- Bei Barzahlung lass dir zumindest eine einfache Quittung geben.
Während der Arbeit
- Absprachen schriftlich. Wenn etwas telefonisch vereinbart wird, schick eine kurze Zusammenfassung in den Chat.
- Zusatzarbeiten erst nach Einigung auf den Preis. Zum Beispiel: „Kurz zusammengefasst, was wir vereinbart haben: Zusätzlich tauschen Sie die Armatur an der Spüle, die Armatur habe ich, der Preis für die Arbeit kommt zur letzten Zahlung dazu. Wenn das passt, bestätigen Sie einfach kurz.“
- Fotos vom Arbeitsfortschritt dienen beiden Seiten als Nachweis.
- Kassenbons fürs Material heb auf.
- Wertsachen an einen sicheren Ort. Beim ersten Besuch ist es gut, wenn noch jemand zu Hause ist, oder sag zumindest einer Person Bescheid, wer wann zu dir kommt.
Was nur in Fachhände gehört
Geschickte Hände aus der Umgebung schaffen viel, aber bei manchen Arbeiten geht es um Sicherheit:
- Elektroinstallation – neue Steckdosen, Anschlüsse, Sicherungen,
- Gas – Thermen, Herde, Leitungen, ohne Ausnahme,
- Wasserleitungen in der Wand und alles, was mit Feuchtigkeit und Schimmel im Mauerwerk zu tun hat,
- tragende Wände, Wanddurchbrüche, Balkone und Dächer.
Die Regeln unterscheiden sich je nach Land. Manche Arbeiten dürfen womöglich nur Fachleute mit entsprechender Berechtigung ausführen, und manche brauchen vielleicht eine Genehmigung. Klär das deshalb vor Ort und frag direkt, ob die Person die nötige Berechtigung hat. In einer Mietwohnung sprich vor größeren Eingriffen mit der Vermietung oder der Hausverwaltung. Und wenn du Gas riechst: lüften, nichts einschalten, die Wohnung verlassen und den Notdienst rufen.
Warnsignale
- Eine hohe Anzahlung vor Beginn oder weiteres Geld ohne sichtbaren Fortschritt.
- Der Arbeitsbeginn wird immer wieder verschoben, jedes Mal mit einem neuen Grund.
- Die Person ist immer schwerer zu erreichen.
- Ohne Ankündigung kommt jemand anderes.
- Druck zu einer schnellen Entscheidung: „Nur heute zu diesem Preis“.
- Ein Zettel im Briefkasten mit einer Notdienstnummer, aber ohne Namen und Adresse einer Firma.
Wenn diese Signale auftauchen, stopp weitere Zahlungen, bis die Arbeit wie vereinbart vorankommt.
Wenn etwas schiefgeht
- Schreib, was unfertig geblieben ist oder nicht funktioniert, und bitte um einen Termin zur Nachbesserung.
- Sammle Belege: Angebot, Chat, Zahlungsnachweise, Fotos vorher und nachher.
- Wenn ihr euch nicht einigt, lass dich bei einer Verbraucherschutzorganisation oder in einer Anwaltskanzlei beraten.
- Wenn es von Anfang an Betrug war, wende dich an die Polizei.
Vorsicht vor Leuten, die versprechen, „das Geld zurückzuholen“, aber vorab eine Gebühr verlangen.
Zuverlässige Handwerkshilfe in der Nähe
Die besten Handwerkshilfen sind meist die, die die Nachbarschaft schon ausprobiert hat und gern empfiehlt. Bei QuickCashSpace bereiten wir einen Dienst vor, der dich unserer Meinung nach interessieren wird. Melde dich für Neuigkeiten an – das Formular ist direkt unter dem Artikel –, und wir geben dir Bescheid, sobald wir starten.