Ein freier Abend für die Eltern, ein ruhiger Abend für die Kinder – und für die Person, die auf sie aufpasst, eine Aufgabe mit viel Verantwortung. Babysitten ist eine schöne Möglichkeit für Studierende, für Menschen mit freien Abenden und auch für Menschen im Ruhestand, denen Kinderlachen fehlt.

Diese Anleitung ist für Erwachsene, die in ihrer Umgebung babysitten möchten, und für Eltern, die eine zuverlässige Betreuung suchen. Du findest darin einen Weg, den Preis festzulegen, worauf Familien beim ersten Treffen achten und welche Absprachen Missverständnisse verhindern.

Was Eltern wirklich erwarten

Eltern vertrauen dir das Wertvollste an, was sie haben. Entscheidend ist deshalb vor allem Vertrauen. Typische Erwartungen:

  • Zuverlässigkeit. Pünktlich kommen und Termine nicht in letzter Minute absagen.
  • Erfahrung mit Kindern. Jüngere Geschwister, Arbeit im Kindergarten, Ferienlager, Freizeitkurse, Pfadfinder, Ehrenamt.
  • Ruhe im Notfall. Wissen, was bei Fieber, einer Verletzung oder einem verschluckten Gegenstand zu tun ist.
  • Klare Kommunikation. Eine kurze Nachricht während des Abends, wenn etwas los ist, und ein paar Sätze, wenn die Eltern zurück sind.
  • Respekt vor den Regeln der Familie. Schlafenszeit, Bildschirmzeit, Süßigkeiten, Besuch.

Erste Hilfe als größtes Plus

Ein Erste-Hilfe-Kurs mit Schwerpunkt auf Kindern gibt Sicherheit und ist für viele Eltern ein starkes Argument. Solche Kurse bieten Hilfsorganisationen, Krankenhäuser, Rettungsdienste oder Gemeinschaftszentren an. Termine und Preise erfährst du direkt dort.

Hab vor jedem Babysitten griffbereit:

  • die örtliche Nummer für Rettungsdienst und Notruf,
  • die Nummer eines Giftnotrufs oder einer ärztlichen Beratungsstelle, falls es so etwas bei euch gibt,
  • die genaue Adresse der Familie mit Stockwerk und Wohnungsnummer – im Stress vergisst man auch, was man auswendig weiß.

So legst du den Preis fest

Einen einheitlichen Preis fürs Babysitten gibt es nicht, und die Angaben im Internet unterscheiden sich je nach Quelle stark. Verlässlicher ist es, dich an den Angeboten in deiner Umgebung zu orientieren:

  1. Schau dir zehn bis fünfzehn aktuelle Babysitting-Angebote in deiner Umgebung an – Anzeigen, Elterngruppen in sozialen Netzwerken, Schwarze Bretter.
  2. Vergleiche Profile, die deinem ähneln: Erfahrung, Erste-Hilfe-Kurs, Sprachen, Referenzen.
  3. Leg einen Grundpreis pro Stunde fest und überleg dir, wofür du einen Zuschlag berechnest.

Was den Preis beeinflusst

Faktor Warum er wichtig ist
Anzahl der Kinder mehr Kinder bedeuten mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung
Alter der Kinder Babys und Kleinkinder brauchen intensivere Betreuung
Uhrzeit späte Abende, Nächte und Wochenenden sind weniger beliebt
Feiertage und Jahresende an diesen Tagen ist die Nachfrage am größten und die freie Zeit am knappsten
zusätzliche Aufgaben Kochen, Hilfe bei den Hausaufgaben, Abholen vom Kindergarten oder von der Schule
kurzfristige Anfrage Anfragen am selben Tag
Heimweg nach Mitternacht ist ein sicherer Heimweg wichtig, zum Beispiel ein Taxi
Übernachtung eine ganze Nacht ist eine andere Leistung als ein paar Stunden am Abend

Preisliste zum Ausfüllen

Posten Dein Preis
Grundstunde (ein Kind) [Preis]
jedes weitere Kind + [Preis] pro Stunde
Baby oder Kleinkind + [Preis] pro Stunde
Abend ab einer bestimmten Uhrzeit, Wochenende + [Preis] pro Stunde
Feiertage + [Preis] pro Stunde
Übernachtung [Preis] pro Nacht
Mindestdauer [Anzahl] Stunden

Was du vor dem ersten Termin klären solltest

  • Mindestdauer, zum Beispiel mindestens zwei Stunden pro Einsatz, weil der Weg auch bei einem kurzen Termin Zeit kostet.
  • Absage. Was passiert, wenn die Eltern den Termin in letzter Minute absagen?
  • Heimweg. Wer bezahlt das Taxi, wenn es spät wird, oder wer fährt dich nach Hause?
  • Bezahlung. Bar am Ende des Abends oder per Überweisung.
  • Verlängerung. Wenn der Abend länger dauert, wird die zusätzliche Zeit gleich oder mit Zuschlag berechnet.

Das erste Kennenlernen

Ein Treffen, bei dem die Eltern zu Hause sind, ist für alle die beste Grundlage. Die Kinder lernen die neue Person in Ruhe kennen, und diese sieht, wie die Familie funktioniert.

Fragen, die sich lohnen:

  • Haben die Kinder Allergien oder Unverträglichkeiten, oder nehmen sie Medikamente?
  • Wie sieht das Abendritual aus, und wann ist Schlafenszeit?
  • Was ist erlaubt und was nicht (Fernsehen, Tablet, Süßigkeiten)?
  • Wie geht man mit Streit oder Wutanfällen um?
  • Dürfen wir rausgehen, zum Beispiel auf den Spielplatz?
  • Wer ist erreichbar, wenn die Eltern nicht ans Telefon gehen?

Musterantwort auf die Anfrage einer Familie:

„Hallo [Name], danke für Ihre Nachricht. Ich kümmere mich schon seit einigen Jahren um Kinder – [Erfahrung, zum Beispiel Ferienlager, jüngere Geschwister, Kindergarten]. Ich habe einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder absolviert. Vor dem ersten Babysitten kann ich gern für eine halbe Stunde vorbeikommen, damit wir uns mit den Kindern kennenlernen. Würde Ihnen [Tag und Uhrzeit] passen?“

Checkliste vor dem Abend

Bitte die Eltern, diese Punkte aufzuschreiben, oder notiere sie dir selbst:

  • Nummern beider Elternteile und einer weiteren Vertrauensperson,
  • genaue Adresse mit Stockwerk und Wohnungsnummer,
  • Allergien, Medikamente und Dosierung,
  • Schlafenszeit, Lieblingsspielzeug, Rituale vor dem Schlafengehen,
  • was die Kinder essen und trinken dürfen,
  • wo Erste-Hilfe-Kasten, Taschenlampe und Schlüssel sind,
  • Regeln für Besuch, Haustiere, Balkon und Türen,
  • wann die Eltern ungefähr zurückkommen.

Während des Babysittens

  • Lass Kinder nie unbeaufsichtigt am Wasser, auf dem Balkon, am Herd oder an einem offenen Fenster.
  • Öffne die Tür niemandem, den die Eltern nicht vorher erwähnt haben.
  • Hab das Handy wegen der Eltern und für Notfälle dabei, nicht zur Unterhaltung.
  • Fotografiere die Kinder nicht und veröffentliche nichts über die Familie ohne ausdrückliche Zustimmung der Eltern.
  • Wenn etwas passiert, kümmere dich zuerst um das Kind, ruf dann Hilfe und die Eltern an.

Für Eltern: So findest du eine zuverlässige Betreuung

  • Lern die Person vorher kennen, am besten zu Hause und mit den Kindern.
  • Frag nach Referenzen, zum Beispiel von anderen Familien, und ruf dort auch wirklich an.
  • Fang mit einem kurzen Einsatz an, zum Beispiel zwei Stunden, während du in der Nähe bist.
  • Achte auf die Reaktionen der Kinder und vertrau auch deinem Instinkt.
  • Setz auf eine feste Person. Wenn immer dieselben Menschen auf die Kinder aufpassen, entsteht auf beiden Seiten Vertrauen.
  • Halte auch deinen Teil ein: pünktlich zurück, faire Bezahlung, klare Absprachen.

Musteranfrage von Eltern:

„Hallo, wir suchen jemanden, der am Freitagabend ungefähr von [Uhrzeit] bis [Uhrzeit] bei uns zu Hause auf zwei Kinder ([Alter]) aufpasst. Die Kinder sind gesund und schlafen gegen [Uhrzeit] ein. Vor dem ersten Termin würden wir uns gern treffen. Schreib uns bitte deine Erfahrung und deinen Preis pro Stunde.“

Regeln, Versicherung und Sicherheit

Die Regeln für bezahltes Babysitten unterscheiden sich von Land zu Land – das betrifft das Alter, die Anmeldung, die Versicherung und die Besteuerung. Mancherorts wird über ein spezielles System für Dienstleistungen im Haushalt bezahlt, anderswo handelt es sich um gewöhnliches Einkommen. Erkundige dich bei der örtlichen Behörde, bei einer Versicherung oder bei einer Steuerberatung.

Bei Treffen mit Familien, die du noch nicht kennst:

  • Sag einer Vertrauensperson, wohin du gehst, besonders beim ersten Termin.
  • Vereinbare das erste Treffen tagsüber und in Anwesenheit mindestens eines Elternteils.
  • Zahl unbekannten Leuten niemals eine „Vermittlungsgebühr“ oder eine Kaution.
  • Vorsicht, wenn jemand vorab mehr Geld schickt und dann einen Teil zurückhaben will – das ist eine bekannte Betrugsmasche.

Familien und Betreuung aus der Umgebung

Die beste Kinderbetreuung entsteht oft dort, wo Familien und die Menschen, die auf die Kinder aufpassen, nah beieinander wohnen und sich leicht kennenlernen können. Bei QuickCashSpace bereiten wir einen Service vor, der dich unserer Meinung nach interessieren wird. Melde dich für Neuigkeiten an – das Formular findest du direkt unter dem Artikel –, und wir sagen dir Bescheid, sobald wir starten.