Manche Menschen lieben es, Geschenke zu verpacken. Scharfe Kanten, Klebeband, das man nicht sieht, ein Band, das sich genau so kringelt, wie es soll. Andere würden gern dafür bezahlen, nur um keine Rolle Geschenkpapier anfassen zu müssen, vor allem in der Zeit vor den Feiertagen, wenn ihnen Zeit und Geduld fehlen.

Wenn dir das Verpacken liegt und Spaß macht, kann daraus ein schöner Saisonservice für Nachbarschaft, Bekannte oder Kollegium werden. Am schwierigsten ist meist der Preis. Zu niedrig heißt, dass du fast umsonst arbeitest. Zu hoch, und die Leute greifen zur Geschenktüte. Diese Anleitung zeigt dir ein einfaches Vorgehen, wie du deinen Preis berechnest, ohne konkrete Beträge, denn die unterscheiden sich in jeder Stadt und jedem Land.

Woraus sich der Preis für ein Geschenk zusammensetzt

Bevor du deinen ersten Preis nennst, finde heraus, was dich ein verpacktes Geschenk wirklich kostet. Das hat drei Teile: Material, Zeit und eventuell Anfahrt.

Material

Rechne zusammen, was du einkaufst, und teile es durch die Zahl der Geschenke, für die es reicht.

  • Geschenkpapier (probier aus, für wie viele normale Schachteln eine Rolle reicht),
  • Klebeband, Bänder, Schleifen, Anhänger,
  • Seidenpapier und Geschenktüten, wenn du sie anbietest,
  • Schachteln für unpraktisch geformte Gegenstände,
  • Extras für die Premiumverpackung: Stoff, echtes Band, getrocknete Früchte, Grün, Stempel.

Kauf Material mit Reserve ein. Ein verdorbenes Stück Papier oder ein Band, das nicht gelungen ist, sind ebenfalls Kosten.

Zeit

Verpack ein paar echte Geschenke in verschiedenen Größen und stopp die Zeit. Eine flache Schachtel kann ein paar Minuten dauern, ein Plüschtier ohne Karton oder ein Sportgerät auch ein Vielfaches davon. Rechne außerdem die Zeit für Nachrichten mit der Kundschaft, Annahme und Übergabe sowie das Aufräumen des Tisches dazu.

Berechnung

Das Vorgehen ist einfach:

  1. Leg fest, welchen Wert eine Arbeitsstunde für dich hat. Ein Vergleich mit dem üblichen Stundenlohn für ähnlich anspruchsvolle Arbeit in deiner Umgebung hilft.
  2. Teile ihn durch die Zahl der Geschenke, die du pro Stunde verpackst. So erhältst du den Arbeitspreis pro Stück.
  3. Rechne die Materialkosten pro Stück dazu.
  4. Runde das Ergebnis auf eine glatte Zahl auf.

Das ist dein Minimum. Alles darunter heißt, dass du beim Verpacken fremder Geschenke draufzahlst.

Womit die Leute dich vergleichen

Die Kundschaft vergleicht deinen Preis mit dem, was sie schon kennt: selbst zu Hause verpacken, eine Geschenktüte kaufen oder das Geschenk im Geschäft verpacken lassen. Manche Geschäfte verpacken zum Einkauf kostenlos, andere berechnen pro Stück.

So findest du die üblichen Preise in deiner Umgebung:

  • frag in ein paar Geschäften und Schreibwarenläden, ob sie verpacken und zu welchem Preis,
  • schau dir lokale Anzeigen und Beiträge in Gruppen an, in denen jemand einen ähnlichen Service anbietet,
  • frag ein paar Bekannte, wie viel sie für ein normales und ein großes Geschenk zahlen würden.

Du musst nicht die günstigste Option sein. Wenn du schöner verpackst, die Geschenke zu Hause abholst oder nach Beschenkten sortierst, zahlen die Leute gern mehr dafür.

Ein Angebot in wenigen einfachen Stufen

Zwei bis vier Optionen sind für die Kundschaft einfacher als eine lange Liste. Eine Beispielstruktur:

Option Was dazugehört Wie du sie kalkulierst
Basis, klein Buch, Schmuck in einer Schachtel, kleines Spielzeug, normales Papier, Anhänger dein Minimum
Basis, mittel und groß Schachtel mit Kleidung, Gesellschaftsspiel, Schuhkarton Minimum plus Größenaufschlag
Unregelmäßige Form Sportartikel, großes Spielzeug, alles ohne Schachtel je nach Stück, nachdem du es gesehen hast
Premium dickeres Papier oder Stoff, echtes Band, handgeschriebener Anhänger, Deko Aufschlag pro Stück zum Basispreis
Geschenktüte Tüte mit Seidenpapier für alle, die es schnell wollen Material plus ein paar Minuten Arbeit

Ein paar Tipps:

  • Zeig Fotos. Das Wort „Premium“ bedeutet nichts, solange die Leute es nicht sehen. Verpack ein paar Musterschachteln und fotografiere sie bei Tageslicht.
  • Lass die Basisvariante wirklich einfach. Die meisten wählen sie, also sollte sie für dich schnell gehen.
  • Schätz unregelmäßige Formen nicht blind. Solange du den Gegenstand nicht gesehen hast, nenn nur einen ungefähren Preis.

Aufschläge, Rabatte und Mindestbestellung

Entscheide vorab, was du anbietest, damit du dir vor Ort nichts ausdenken musst:

  • Expressauftrag: fertig am selben oder am nächsten Tag, vor allem kurz vor den Feiertagen.
  • Saisonaufschlag: an den geschäftigsten Tagen der Geschenkzeit ist deine Zeit kostbarer, du kannst dafür ruhig mehr verlangen.
  • Abholung und Lieferung: wenn du zur Kundschaft fährst, rechne Zeit und Anfahrt dazu.
  • Verpacken in eine Schachtel bei Gegenständen, die keine haben.
  • Eigenes Papier der Kundschaft: ein kleiner Rabatt, weil deine Materialkosten sinken.
  • Großbestellung: ein niedrigerer Stückpreis ab einer bestimmten Anzahl Geschenke, weil du in Serie arbeiten kannst.
  • Sortieren und Beschriften nach Beschenkten, was vor allem Familien mit mehreren Kindern schätzen.
  • Mindestbestellung: wenn du zur Kundschaft fährst, leg eine Mindestzahl an Geschenken oder einen Mindestbestellwert fest, ab dem sich die Fahrt lohnt.

So zeigst du dein Angebot den Menschen in der Umgebung

Fang bei Leuten an, die dich kennen und dir vertrauen.

Nachbarschaft und lokale Gruppen. Lies zuerst die Gruppenregeln. Viele Gruppen in sozialen Netzwerken oder Chat-Apps erlauben Dienstleistungsangebote nur an bestimmten Tagen oder in einem angehefteten Beitrag. Am besten funktioniert ein kurzer, freundlicher Beitrag mit Fotos:

„Hallo, liebe Nachbarschaft! Auch dieses Jahr biete ich vor den Feiertagen an, Geschenke zu verpacken. Basisverpackung, Premium mit Stoffband und handgeschriebenem Anhänger, bei mehr Geschenken ein günstigerer Stückpreis. Ihr könnt die Geschenke unter der Woche abends vorbeibringen, fertig sind sie innerhalb von zwei Tagen. Fotos findet ihr unten, die Preisliste schicke ich per Nachricht.“

Kollegium. Prüf zuerst, ob dein Arbeitsplatz Verkäufe an Kolleginnen und Kollegen erlaubt. Wenn ja, wirkt ein kurzer Aushang am Schwarzen Brett oder im Firmenchat oft, weil Berufstätigen vor den Feiertagen die Zeit fehlt.

Gemeinschaftsveranstaltungen. Schulen, Klubs oder Vereine organisieren manchmal Geschenkeverpacken als Wohltätigkeitsaktion. Dort zu helfen ist schön, und die Leute merken sich deine Arbeit.

Empfehlungen. Leg jeder übergebenen Tüte ein kleines Kärtchen mit deinem Kontakt bei, nicht auf das Geschenk selbst.

Praktische Tipps, die Ärger ersparen

  • Mach bei der Annahme eine Liste. Schreib jeden Gegenstand auf, fotografiere ihn kurz und lass dir die Liste per Nachricht bestätigen. So wissen beide Seiten genau, was übergeben wurde.
  • Vereinbare den Abholtermin schriftlich. Eine kurze Nachricht mit Tag und Uhrzeit reicht.
  • Vorsicht bei Wertsachen. Bei teuren Dingen wie Schmuck oder Elektronik ist es besser, zu verpacken, während die Kundschaft wartet, oder direkt bei ihr zu Hause.
  • Schütz die Geschenke vor Tieren, Kindern und allem, was umkippen kann.
  • Bezahlung: bei normalen Bestellungen bei der Abholung, bei großen Bestellungen bitte um eine kleine Anzahlung für das Material.
  • Leg einen Annahmeschluss fest. Bestimm den letzten Tag zum Bringen der Geschenke im Voraus, damit du nicht die ganze Nacht vor den Feiertagen verpackst.
  • Steuern und Regeln. Auch gelegentliches Einkommen muss in vielen Ländern angegeben werden. Die Regeln unterscheiden sich, deshalb klär das beim Finanzamt oder in einer Steuerberatung.

Damit die Menschen in der Umgebung deine Arbeit sehen

Schönes Verpacken ist genau die Art Fähigkeit, für die die Menschen um dich herum gern zahlen würden, wenn sie wüssten, dass du sie anbietest. Bei QuickCashSpace bereiten wir einen Dienst vor, der dich unserer Meinung nach interessieren wird. Melde dich im Formular direkt unter dem Artikel für Neuigkeiten an, und wir geben dir Bescheid, sobald wir starten.