Jede Jahreszeit bringt rund ums Haus Arbeit mit sich, für die vielen Menschen Zeit, Kraft oder Werkzeug fehlen. Mancherorts muss den ganzen Sommer gemäht und im Herbst Laub gerecht werden, anderswo wird Schnee geschippt, wieder andere kämpfen mit Hitze, Trockenheit oder Gras, das in der Regenzeit fast zusehends wächst. Wo es solche Arbeit gibt, gibt es auch Nachbarinnen und Nachbarn, die für Hilfe gern bezahlen.
Diese Anleitung ist für alle, die Saisonarbeiten anbieten möchten, und für alle, die Hilfe suchen. Du findest darin einen Weg, den Preis festzulegen, eine Absprache zu treffen und sicher zu arbeiten.
Welche Arbeiten du anbieten kannst
Wähle, was zum Klima und zur Jahreszeit dort passt, wo du lebst:
- Wachstumszeit. Rasen mähen, Beete jäten, Hecken schneiden, Gießen, während die Nachbarschaft im Urlaub ist.
- Herbst. Laub rechen und abtransportieren, Dachrinnen reinigen, den Garten auf die kälteren Monate vorbereiten.
- Winter, wenn es bei euch schneit. Schnee von Einfahrt, Gehweg und Treppe schippen, Glätte streuen.
- Heiße und trockene Zeit. Regelmäßig gießen, mulchen, Kübelpflanzen pflegen, Bäume wässern.
- Regenzeit. Abflüsse und Rinnen reinigen, heruntergefallene Äste wegräumen, häufiger mähen.
- Jederzeit. Den Hof vor einer Feier oder einem Hausverkauf aufräumen, Gartenabfälle abtransportieren.
Du musst nicht alles anbieten. Ein oder zwei Leistungen, die du beherrschst und für die du Werkzeug hast, reichen.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Einen offiziellen Preis gibt es nicht, und die Sätze unterscheiden sich je nach Ort und danach, wer die Arbeit macht. Jemand aus der Nachbarschaft mit Handwerkzeug verlangt meist weniger als eine Firma mit Maschinen. Bevor du einen Preis nennst, schau dir die ganze Arbeit an, nicht nur „den Rasen“ oder „den Gehweg“:
- Fläche. Ein kleiner Vorgarten und ein großer Garten sind völlig unterschiedliche Aufträge.
- Zustand. Regelmäßig gemähter Rasen geht schnell, verwilderter dauert viel länger. Leichter Schnee lässt sich anders schippen als nasser und schwerer.
- Gelände. Hanglage, Steine, viele Hindernisse, enge Stellen, an die keine Maschine passt.
- Abfallentsorgung. Wohin kommen Gras, Laub oder Äste? Kompost vor Ort, Säcke zur Abholung oder eine Fahrt zur Sammelstelle?
- Werkzeug und Treibstoff. Arbeitest du mit dem Gerät der Kundschaft oder mit deinem eigenen? Eigenes Werkzeug, Treibstoff und Verschleiß gehören in den Preis.
- Zeit. „Früh am Morgen vor der Arbeit“ ist mehr wert als „irgendwann unter der Woche“.
- Wiederholung. Regelmäßige Arbeit jede Woche lässt sich günstiger kalkulieren als ein einmaliger Einsatz.
- Entfernung. Kundschaft, die nah beieinander wohnt, spart Zeit für die Wege.
So legst du deinen eigenen Preis fest
- Finde heraus, was in deiner Umgebung üblich ist. Schau dir Angebote in lokalen Gruppen, an Schwarzen Brettern und in Anzeigen an und frag in der Nachbarschaft, was zuletzt bezahlt wurde.
- Miss die Zeit bei einer Probearbeit. Notiere beim ersten Auftrag, wie lange er wirklich gedauert hat, einschließlich Vorbereitung und Abtransport.
- Wähle einen Stundensatz, der zur Umgebung, zu deinem Tempo und zu deiner Ausrüstung passt. Rasenmäher und Handschere sind nicht dieselbe Leistung.
- Mach daraus einen Festpreis pro Einsatz. Die meisten Leute hören lieber „so viel pro Mähen“ als einen Stundensatz, weil sie vorher wissen, was sie zahlen.
- Füge eine Regel für schwierigere Bedingungen hinzu. Zum Beispiel gilt der Grundpreis für normal gepflegten Rasen oder normalen Schneefall, und bei verwildertem Rasen oder viel Schnee kommt ein fester Zuschlag dazu.
Beispiel für das Vorgehen: Wenn du für das Mähen eines normalen Gartens etwa eine Stunde brauchst und für den Abtransport des Grases eine weitere Viertelstunde, liegt der Festpreis bei ungefähr eineinviertel Stunden mal deinem Satz, auf eine sinnvolle Zahl gerundet. Ist das Gras doppelt so hoch, dauert die Arbeit länger, und ein Zuschlag ist fair.
Preisliste zum Ausfüllen
| Leistung | Dein Preis |
|---|---|
| normalen Garten mähen | [Preis] pro Einsatz |
| verwilderter Rasen | + [Preis] |
| Laub rechen | [Preis] pro Einsatz oder pro Stunde |
| Abfallentsorgung | + [Preis] |
| Schnee schippen (normaler Schneefall) | [Preis] pro Besuch |
| viel Schnee oder Eis | + [Preis] |
| Gießen während des Urlaubs | [Preis] pro Besuch |
| Besuch früh am Morgen | + [Preis] |
Pro Einsatz, regelmäßig oder für die ganze Saison?
- Pro Einsatz ist für beide Seiten am einfachsten und passt zu gelegentlicher Hilfe.
- Regelmäßig – zum Beispiel alle zwei Wochen mähen oder nach jedem Schneefall kommen. Vereinbart, was ein Besuch umfasst und wann du kommst.
- Für die ganze Saison – ein fester Preis für den gesamten Zeitraum. Für die Kundschaft ist das planbar, aber das Risiko eines nassen Sommers oder eines schneereichen Winters trägst du. Wenn du das anbietest, schreib klar dazu, wie viele Besuche enthalten sind und was danach gilt.
In der ersten Saison ist die Bezahlung pro Einsatz meist am sichersten. Wenn du weißt, wie viel Arbeit in deiner Gegend wirklich anfällt, kannst du eine Saisonvereinbarung viel leichter kalkulieren.
Wie du Stammkundschaft gewinnst
- Fang in deiner eigenen Straße an. Die Nachbarschaft, ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Leute, die oft verreisen, sind die häufigste Kundschaft.
- Ein Flyer im Briefkasten oder am Schwarzen Brett mit einem Satz zur Leistung und deinem Kontakt.
- Lokale Gruppen in sozialen Netzwerken und Chat-Apps – nach deren Regeln.
- Melde dich vor der Saison. Eine kurze Nachricht vor dem ersten Schnee oder vor dem ersten Mähen im Frühjahr erinnert daran, dass du verfügbar bist.
- Zuverlässigkeit überzeugt. Wer pünktlich kommt und hinterher aufräumt, wird in der Nachbarschaft weiterempfohlen.
- Kundschaft nah beieinander bedeutet weniger Zeit unterwegs und mehr Arbeit pro Tag.
Junge Helferinnen und Helfer
Saisonarbeiten sind oft der erste bezahlte Job von Jugendlichen. Für Eltern ist es sinnvoll zu wissen, bei wem das Kind arbeitet, dass es möglichst bei Tageslicht arbeitet und ein Handy dabeihat. Mit gefährlichen Maschinen wie Motorsägen sollten junge Leute nicht ohne Aufsicht arbeiten. Die Regeln für die Arbeit von Minderjährigen unterscheiden sich von Land zu Land, deshalb sollte man sie prüfen.
Was ihr vorher vereinbaren solltet
- was genau dazugehört (nur der Rasen, auch Ränder, Gehweg, Treppe),
- wann und wie oft du kommst und ab welchem Zustand (zum Beispiel ab einer bestimmten Schneehöhe),
- wer Werkzeug, Treibstoff, Streumittel und Säcke stellt,
- wohin der Abfall kommt,
- Bezahlung und Zahlungsweise,
- was passiert, wenn du nicht kommen kannst, damit die Kundschaft nicht ohne Hilfe dasteht.
Musternachricht an die Nachbarschaft:
„Hallo, ich bin [Name] aus der Nachbarstraße. Diese Saison biete ich in der Umgebung Rasenmähen und Laubrechen an. Für Ihren Garten wären das [Preis] pro Mähen, Abtransport des Grases inklusive. Kommen könnte ich alle zwei Wochen am [Tag]. Soll ich Sie auf die Liste setzen?“
Musternachricht, wenn du Hilfe suchst:
„Hallo, liebe Nachbarschaft, wir suchen jemanden, der diesen Winter bei uns Schnee von der Einfahrt und der Treppe schippt, am liebsten werktags früh am Morgen. Schreibt mir bitte euren Preis pro Besuch. Danke!“
Sicherheit bei der Arbeit
- Maschinen. Festes Schuhwerk, Augen- und Gehörschutz. Entferne vor dem Mähen Steine und Spielzeug aus dem Gras. Ein verstopftes Gerät nie mit den Händen reinigen – zuerst ausschalten.
- Leiter. Beim Reinigen der Dachrinne eine stabile Leiter und jemand, der sie festhält.
- Hitze. Arbeite morgens oder gegen Abend, trink genug Wasser, trag eine Kopfbedeckung und mach Pausen im Schatten.
- Schnee. Schnee lieber schieben als heben, kleinere Mengen nehmen, Pausen machen und zuerst einen sicheren Weg über das Eis freimachen. Bei Schmerzen oder Druck in der Brust oder bei Schwindel sofort aufhören und Hilfe rufen.
- Sichtbarkeit. Bei Arbeiten an der Straße in der Dämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit auffällige Kleidung tragen.
- Spritzmittel und Dünger. Nur nach Anleitung und den örtlichen Regeln, oder überlass sie Fachleuten.
- Haftung. Wenn jemand auf dem Gehweg ausrutscht oder Eigentum beschädigt wird, unterscheiden sich die Regeln für Haftung und Versicherung von Land zu Land. Frag im Zweifel noch vor der Saison bei einer Versicherung nach. Wenn aus der Arbeit ein regelmäßiges Einkommen wird, prüfe auch deine steuerlichen Pflichten beim Finanzamt oder bei einer Steuerberatung.
Kurze Checkliste
- schau dir die Arbeit an, bevor du einen Preis nennst,
- leg einen Grundpreis, einen Zuschlag für schwierigere Bedingungen und Preise für Zusatzleistungen fest,
- vereinbart Termine, Abfall und Werkzeug,
- vereinbart die Bezahlung,
- hab einen Plan B, falls du nicht kommen kannst,
- schütz dich vor Hitze, Kälte und Maschinen.
Hilfe rund ums Haus in der Nachbarschaft
Saisonarbeiten sind genau die Art von Hilfe, die man am besten in der Nähe sucht – ob du selbst Rechen und Schaufel in der Hand hältst oder dir die Arbeit über den Kopf wächst. Bei QuickCashSpace bereiten wir einen Service vor, der dich unserer Meinung nach interessieren wird. Melde dich über das Formular direkt unter dem Artikel für Neuigkeiten an, und wir sagen dir Bescheid, sobald wir starten.